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Unverkäuflich

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Im Dutzend billiger

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Vorsicht: Beste Absichten!

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Nerd's

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Expertensprache

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Aus meiner Beratertätigkeit bei der Analyse von Gründen für das Scheitern von Softwareprojekten habe ich vor zwei Jahren die einzige logische Konsequenz gezogen und eine Entwicklungsgesellschaft für Software, athros, gegründet.

Unsere gröberen Methoden würden Teckis als agile Softwareentwicklung bezeichnen, die für uns als Unternehmensberater aber eher ein alter Hut ist, weil sie das tägliche Brot bei der arbeitswissenschaftlichen Datenermittlung darstellt.

Eine unserer feineren Methoden wurde von Frank Bunker Gilbreth (*1868, +1924) entwickelt, der durch das Buch „Cheaper By The Dozen (Im Dutzend billiger)“ bekannt wurde (welches von zwei seiner 12 Kinder geschrieben wurde und inhaltlich nichts mit dem gleichnamigen Film gemeinsam hat). In einer der amüsantesten Episoden des Buches lässt Gilbreth seinen Kindern die Mandeln herausnehmen, um Operationsmethoden effizienter zu machen.

Gilbreth machte Anfang des vergangenen Jahrhunderts Bewegungsanalysen, indem er Tätigkeiten mit einer Filmkamera aufnahm und in 18 elementare Bewegungsarten zerlegte, welche er akronymisiert „Therblig“ (rückwärts gelesen „gilbrehT“) nannte und förderliche und hemmende Bewegungsarten unterschied. Dadurch konnte er die Bewegungseffizienz beliebiger Arbeitssysteme meist dramatisch verbessern.

Heute verwenden wir die weiterentwickelte Methode für Dienstleistungsprozesse.

Der Vorgang „Bleistift greifen, 5 cm anheben, über eine Strecke von 50 cm bewegen, ablegen und loslassen“ dauert im Durchschnitt von 6000 Ausführungen exakt 1,44 Sekunden. Bei 50 Vorgängen pro Tag an 210 Arbeitstagen pro Jahr würde das bei einem durchschnittlichen 97.500 € Jahresvollkostenmitarbeiter 252 € pro Jahr kosten.

Übertragen auf Software stellen wir uns analog dazu beispielsweise die Frage, wie oft sich jeder Mitarbeiter eines Unternehmens täglich in verschiedene Softwarepakete einloggen muss, weil einmaliges Einloggen die Identifizierungs- und Sicherheitsbedürfnisse nicht schlechter erfüllt als 50 maliges Einloggen. Dauert das Einloggen im Schnitt aber 1,44 Sekunden, macht das bei 1000 Mitarbeitern eine gute Viertelmillion pro Jahr für nichts und wieder nichts.

Anwender fordern Ergonomie nicht aus Bequemlichkeit sondern weil sie effizient und damit wirtschaftlich ist. Mit diesem mind-set für Folgekosten und Bewegungseffizienz entwickeln wir Software.