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Im Dutzend billiger

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Vorsicht: Beste Absichten!

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Nerd's

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Expertensprache

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Dass "Software entwickeln" nicht "Codezeilen programmieren" heißt, ist trivial, aber so wahr, dass es wiederholenswert ist.

Vielmehr bedeutet es, den Geschäftsbetrieb des Kunden gedanklich bis ins letzte Detail zu durchdringen und seine künftige Entwicklung zu antizipieren. Es heißt zu wissen, was und zu welchem Zweck ein Unternehmen präzise und im Detail dort tut (bessern noch tun sollte), wo Software geplant ist und an welchen Stellen Ergebnisse in andere soziotechnische Arbeitssysteme oder an andere Software übergeben werden und wie und welche Steuerungsdaten auf der Metaebene entstehen müssen, damit die Software einen wettbewerbssteigernden Mehrwert generieren kann.

Softwarereplacement macht wirtschaftlich nur dann Sinn, wenn die über den Lebenszyklus kumulierten Entwicklungs- und Folgekosten niedriger sind als die Folgekosten des abgeschriebenen Altsystems oder ein definierter Qualitäts- oder Effizienzgewinn eine Wettbewerbsnotwendigkeit darstellt.

Teckis interessiert das eher selten, denn sie müssen sich auf die technische Umsetzung konzentrieren und dadurch zwangsläufig alles exkludieren, was sie daran hindert. Um nicht falsch verstanden zu werden: Sehr fokussierte Menschen sind für die professionelle Softwareentwicklung nicht nur ein "must" sondern ein "have to". Ohne Teckis keine Software.

Wenn aber Softwareprojekte scheitern, dann hängt das aufgrund der Konzentrationsnotwendigkeit der Teckis meist mit einer natürlichen Tendenz zu deren Abschottung von der wirklichen Welt des Geschäftsbetriebes zusammen (bei manchen Teckis sind es allerdings auch leichte bis schwere autistische Züge).

Daher brauchen Teckis einen "Dolmetscher", der das Große Ganze sieht und sowohl die reale als auch die virtuelle Welt verstehen, beurteilen und steuern kann. Gute "Dolmetscher" etablieren eine Dialogkultur zwischen Entwicklung und Geschäftsbetrieb; sehr gute Dolmetscher eine Kultur des interdisziplinären gegenseitigen Lernens. Program-Manager, die Dolmetscher sein sollten, sind leider allzu oft reine Teckis.